Feiertage
Die wichtigsten und auch am meisten zelebrierten Feiertage des Jahres sind die Feierlichkeiten zu Tet, das Neujahr, das mit dem Mondzyklus zusammenfällt. Diese fallen für gewöhnlich in den späten Januar oder in den frühen Februar und dauern offiziell drei Tage, obwohl viele Geschäfte in dieser Zeit die ganze Woche über geschlossen haben. Andere wichtige Feiertage sind die Befreiung Ho Chi Minh Stadts (30. April), Tag der Arbeit (1. Mai), Ho Chi Minhs Geburtstag (19. Mai) und der Vietnamesische Nationalfeiertag (2. September).
Empfehlungen zum Reisen zu Tet
Buffalo Tours rät davon ab in der Zeit der Tet-Feiertage zu reisen (gewöhnlich für eine Woche um die Feiertage herum). Obwohl das Land während dieser Zeit pulsierend und farbenfroh ist, sind die Busse, Züge und Flugzeuge oft ausgebucht oder zu teuer, Restaurants, Geschäfte, Schneider und einige der touristischen Attraktionen sind geschlossen, die schwimmenden Märkte des Mekongs arbeiten für eine Woche nach Tet nicht.
Wenn Sie während dieser Zeit reisen müssen, dann beachten Sie bitte, dass der Service nicht der gleiche sein wird wie zu anderen Zeiten im Jahr.
Über Tet
Es gibt keine farbenfrohere Zeit als ein Aufenthalt während der Hauptfeiertage zu Tet Nguyen Dan, den wichtigsten Feierlichkeiten für die ethnischen Mehrheiten des Landes, den Kinh. Bereits am ersten Tag des Mondjahres ist man gedanklich damit beschäftigt, das nächste Tetfest noch perfekter zu planen.
In den engen Straßen der Altstadt von Hanoi summt es geradezu vor Quirligkeit. Jeder ist in Eile sich noch schnell einen neuen Haarschnitt verpassen zu lassen, einen neuen Anzug zu kaufen, einen „Frühjahrsputz“ zu veranstalten, Freunde zu besuchen, Behinderten zu helfen oder sich den traditionellen Tet-Delikatessen hinzugeben. Geschäftsleute hängen rote Flaggen an ihren Läden auf denen „Chuc mung nam moi“ (gutes neues Jahr) steht und die Hauptverkehrsstrassen sind mit unzähligen farbigen Lichtern geschmückt. Überall sind kleine Verkaufstände zu sehen, die nichts anderes als die kegelförmigen Kumquats- oder Mandarinenbäumchen verkaufen. Andere verkaufen blühende Pfirsichbäume, Symbol für das Leben und Glück, die Menschen in ihr Zuhause bringen, um zusammen den Vorfrühling zu feiern.
Wenn die Straßenhändler mit ihren am Fahrrad befestigten Mandarinenbäumchen in die Stadt strömen, gleichen die Straßen orangefarbenen Wäldern.
Im Süden bringen sie gelbe Aprikosenzweige mit nach Hause und legen eine Kokosnuss, eine Papaya, eine Mango und einen Zimtapfel auf den Hausaltar. Verbunden mit dem südlichen Dialekt klingen die Namen dieser Früchte wie eine Predigt für Erfolg und Erfüllung.
Drei entscheidende Treffen, so sagt man, finden am Tet statt. Das erste Treffen ist zwischen drei Familiengöttern: Tien su, die Gottheit, die verantwortlich ist, der Familie ihre Lebensgeschichte vor Augen zu führen, Tho Cong, die sich um das Land kümmert, auf dem die Familie lebt und schließlich Tao Quan, der Küchengott, der sich um die Nahrungsmittel der Familie sorgt. Das zweite Treffen findet zwischen den Toten und den Lebenden statt. Die Menschen legen ihre Geschenke, wie Lebensmittel und Getränke, vor den Ahnenaltar, verbreiten Weihrauch und laden ihre Ahnen dazu ein, sich den Tet-Feierlichkeiten anzuschließen. Das dritte Treffen betrifft die unmittelbare Familie. Am Silvesterabend versammeln sich die Familienmitglieder zu einem Abendessen mit traditionellem Essen, wie banh chung (ein mit Bohnen und Schweinefleisch gefüllter, eckiger Keks aus Klebreis), mang (eine Suppe aus gekochten Bambussprossen und gebratenem Schweinefleisch) und xoi gac (orangefarbener Klebreis). Anschließend geht man zur örtlichen Pagode und vielleicht schaut man sich dann noch das Feuerwerk in der Stadt an.