Vietnamese
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Natur erhalten und genießen im Cuc Phuong Nationalpark

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130 km südlich von Hanoi liegt der älteste Nationalpark Vietnams, Cuc Phuong, gegründet 1962. Er repräsentiert eines der letzten heute noch vorhandenen intakten Waldgebiete des ganzen Landes. Im Cuc Phuong Nationalpark wurden über 70 Säugetierarten und 350 Vogelarten nachgewiesen, über 70 Amphibien- und Reptilienarten und mehr als 370 Schmetterlingsarten. Dort befindet sich auch das Rettungszentrum für bedrohte Affen, das Endangered Primate Rescue Center (EPRC).

In Vietnam kommen 22 einheimische Affenarten vor (Gibbons, Languren, Makaken, Loris), die aber nahezu alle bedroht sind. Die Wildtiere Vietnams und besonders auch die Affen stehen unter extrem hohen Jagddruck und manche Arten stehen kurz vor der Ausrottung. Gewildert werden die Tiere als besondere Delikatesse für vietnamesische Restaurants oder für den illegalen Export nach China, wo sie insbesondere zur Herstellung sogenannter traditioneller chinesischer Medizin verwendet werden. Wie kann man dieser Bedrohung begegnen?

Das EPRC ist ein Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und wurde, auch mit Unterstützung durch andere deutsche Naturschutzorganisationen, 1993 gegründet, nachdem auf einem Markt in der Nähe zwei Languren beschlagnahmt worden waren und man feststellte, dass es bis dato keinerlei vernünftige Unterbringungsmöglichkeiten für diese extrem seltenen und hochbedrohten Tiere gab. Inzwischen leben weit mehr als 150 Tiere im Zentrum. Auch wenn die Arbeit des EPRC mit der Rettung und Betreuung illegal gefangener und beschlagnahmter Tiere begann, ist es natürlich weit mehr als ein Krankenhaus oder Waisenheim für geschundene Tiere. Es dient vor allem dem Ziel, die jeweiligen Arten langfristig zu retten. So wird vor allen Dingen nach Möglichkeiten einer Wiederauswilderung gesucht. Eine Vorstufe dabei ist die Anlage großer Freigehege, in denen einzelne Affengruppen ohne direkte menschliche Betreuung und Fütterung wieder an das Leben in völliger Freiheit gewöhnt werden. Die Affen werden aber nur dann in Freiheit überleben können, wenn der Park ihnen einen artgerechten und möglichst unverfälschten Lebensraum gewähren kann.

Helfen Sie, den Park in seiner Schönheit und mit seinem Artenreichtum zu erhalten! Setzen Sie ein Zeichen und sammeln Sie den Müll, den Touristen, Einheimische und Ranger im Park und um den Park herum hinterlassen. Diese Tätigkeit kann, je nach Wunsch und Fähigkeiten, auch die Instandsetzung oder den Ersatz von Abfallbehältern und das Anbringen entsprechender Hinweise umfassen. Sie sind meistens zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Bei Bedarf können Sie auch Baumaßnahmen im Affenschutzzentrum, wie die Erweiterung und den Neubau von Käfigen, unterstützen. Dafür sollten Sie über Erfahrung im Bauen verfügen.

Während, vor oder nach der Arbeit bleibt genügend Zeit, den Park auf einer der zahlreichen Wege zu erkunden, die Höhle des Prähistorischen Mannes zu besuchen, Schmetterlinge und Vögel zu beobachten oder die Affenfamilien im Affenzentrum zu besuchen.

Beste Jahreszeiten sind Okt-Dez und März-Mai. Bitte beachten Sie, dass die Temperatur im Jan/Feb bis auf 10 Grad fallen kann und einige Unterkünfte keine Heizung haben.
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