Buffalo Tours feiert in 2009 – im Jahr des Büffels - das 15-jährige Bestehen! * Gewinner des Preises “Umweltbewusstester und sozialkompetentester Tour Operator“ der Zeitschrift Vietnam Economic Times „The Guide Award 2008-2009“

Reisen in Thailand

 

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1. Visum

Bei Aufenthalten in Thailand von einer Dauer bis zu 30 Tagen ist kein vor der Einreise zu beantragendes Visum erforderlich. Dies bezieht sich nur auf Einreisen auf dem Luftweg. Bei Einreise auf dem Landweg wird in der Regel nur ein Aufenthalt von 15 Tagen gestattet. Einreisen sind in beliebiger Anzahl wiederholt möglich.

Deutsche, die beabsichtigen, sich länger als 30 Tage in Thailand aufzuhalten, bedürfen vor der Einreise eines von einer thailändischen Auslandsvertretung ausgestelltes Visum.

Für Aufenthalte bis zu 60 Tagen wird ein "Tourist Visa" benötigt. Ein „non immigrant visa“ berechtigt zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen. Touristen- und „non immigrant visa“ werden in der Praxis um 30 Tage verlängert.

Reisende benötigen neben einem gültigen Reisepass (EU- oder vorläufiger Reisepass), dessen verbleibende Gültigkeitsdauer bei Einreise mindestens sechs Monate betragen muss, ein bestätigtes Weiter- oder Rückreiseticket. Die Einreise von Kindern ist nur mit einem eigenen EU- oder vorläufigen Reisepass möglich. Die thailändischen Behörden haben bislang den deutschen Kinderreisepass offiziell nicht anerkannt. Bisher sind der Botschaft aber keine Fälle bekannt geworden, in denen Inhabern von Kinderreisepässen die Einreise verweigert wurde. Die Einreise mit einem Kinderausweis ist nicht möglich. Die Betroffenen müssen daher in aller Regel die sofortige Rück- oder Weiterreise antreten. Wenn Kinder nur im Pass der Eltern eingetragen sind, können Probleme bei der Einreise auftreten. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, sollten Kinder deshalb nur mit einem eigenen EU-Reisepass oder einem eigenen vorläufigen Reisepass einreisen.

Besucher, die die genanten Aufenthaltsfristen überziehen, müssen bei Ausreise pro Person und pro Tag 500 THB (ca. 12,00 EUR) bezahlen. „Overstay“ ist in Thailand kein Kavaliersdelikt. Die thailändische Polizei kann eine Person, die ohne gültiges Visum in Thailand aufgegriffen wird, jederzeit verhaften und in Abschiebehaft nehmen. Verbindliche Auskunft zu thailändischen Einreisebestimmungen kann generell nur von den thailändischen Behörden erteilt werden.

 

2. Ankunft in Thailand

Besucher müssen eine Ankunftskarte mit einer Zollerklärung vollständig ausfüllen. Diese wird zusammen mit Ihrem Pass und dem Visum an den Beamten der Einreisebehörde und den Zollbeamten vorgelegt. Der Abreiseteil wird abgerissen und Ihnen zurückgegeben, um ihn vor Ihrer Ausreise wieder vorlegen zu können. Bitte bewahren Sie diesen sorgfältig auf. Sie können 200 Zigaretten oder 250 gr. Tabak, 1 Liter Alkohol und eine angemessene Menge an Parfüm einführen. Wenn Sie Medikamente einführen möchten, fragen Sie vorab Ihren Arzt Ihnen eine Bestätigung der Einnahme mitzugeben. Schusswaffen, Pornographie und Drogen sind strengstens verboten, die Bestrafungen sind sehr hoch für solche Delikte. Antiquitäten sollten Sie nur mit einem beglaubigten Zertifikat des Fine Arts Amtes ausführen. Buddhastatuen, ob alt oder neu, dürfen nicht exportiert werden. (Dies gilt nicht für die ganz kleinen Statuen in den Souvenirläden).

 

Wenn Sie vorab keinen Taxi- oder Limousinentransfer bestellt haben können Sie am Flughafen ganz einfach ein Taxi nehmen. Schon in der Empfangshalle werden viele Thais von Taxiunternehmen auf Sie zukommen und Sie fragen, wohin Sie fahren möchten. Fragen Sie auf jeden Fall vorab nach dem Preis und meist lassen die Thais auch mit sich handeln (eine Fahrt für zwei Personen sollte nicht mehr als 800 Baht kosten). Das ist die schnellste und einfachste Variante. Es gibt aber auch offizielle Taxistände außerhalb des Gebäudes. Hier geben Sie das Reiseziel an und der Zettel mit der Anschrift wird dem nächsten Taxifahrer ausgehändigt. Garantiert wird der Fahrer einen „günstigen“ Festpreis mit Ihnen ausmachen wollen, auch hier sollten nicht mehr als 800 Baht akzeptiert werden. Versuchen Sie dennoch auf das „Taximeter“ zu bestehen, denn die Gebühren sollten, zuzüglich der Autobahn- und der Taxistandgebühren, maximal 500 Baht betragen.

 

3. Klima

Das Klima wird von sich abwechselnden südwestlichen und nordöstlichen Monsunwinden bestimmt, die jeweils etwa 6 Monate im Jahr wehen und feuchte beziehungsweise trockene Perioden verursachen. Jahreszeiten werden nicht wie bei uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern über die monatlichen Niederschlagsmengen. Es gibt drei Jahreszeiten. Von November bis Februar führen die vorherrschenden Nord- bis Nordostwinde trockene und kühle Luft heran, der thailändische Winter. Dies ist deshalb auch die Hauptreisezeit in ganz Thailand. In der Vormonsun-Zeit von März bis Mai herrschen die höchsten Temperaturen (oft deutlich über 35 °C) und von Juni bis Oktober herrscht Regenzeit mit dem Monsun aus Südwest.

Thailand hat zwei Klimazonen: Im Süden und Südosten herrscht tropisches Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, in den anderen Regionen das trockenere tropische Savannen-Klima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 22-32°C im Schatten. Es gibt leichte regionale Schwankungen. Im Norden von Thailand sind die Temperaturschwankungen am größten. Im Süden von Thailand gibt es weniger ausgeprägte Jahreszeiten und den meisten Regen.

Die größten Schwankungen verursachen die Monsunwinde, die, je nachdem, ob sie von der See her oder vom Land her wehen, entweder hohe Niederschläge oder eine mehrmonatige Trockenheit mit sich bringen. Wenn infolge des Regens die Temperaturen auch geringfügig sinken, so macht die erhöhte Luftfeuchtigkeit das Klima nicht erträglicher. Dennoch ist Thailand über das ganze Jahr hinweg eine Reise wert.

 

WETTERKARTE

Monat

Zentralthailand

Durchschnittliche
Temperatur

Regen
(Millimeter)

JAN.

30

1

FEB

31

2,5

MÄRZ

34

3,5

APR

36

6,0

MAI

35

8,0

JUNI

33

14,5

JULI

32

16,5

AUG

33

17,5

SEPT.

32

30,0

OKT

32

21,0

NOV.

31

7,0

DEZ

30

0,5

 

 

4. Geld

Thailands Währung ist der Baht, ein Baht ist unterteilt in 100 Satang. Ein Euro entspricht derzeit etwa 47 Baht, der Wechselkurs kann sich täglich ändern, angepasst an den internationalen Geldmarkt. Man kann in Thailand mit Kreditkarten, EC-Karten und Reiseschecks Geld abheben, die Zahlung mit Karten ist jedoch nur in Bangkok und in den typischen Touristenzentren möglich. Es gibt Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Baht. Außerdem gibt es Münzen zu 25 und 50 Satang, die aber nur in größeren Supermärkten gebräuchlich sind. Banknoten werden im Wert von 20, 50, 100, 500 und 1.000 Baht ausgegeben. Die Banken haben von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr von Montags bis Freitags geöffnet. Geld wechseln können Sie in allen großen Touristengegenden, die in der Regel von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr offen sind, einige haben aber auch längere Öffnungszeiten. Da es an allen Ecken Geldautomaten gibt, ist dies die einfachste Möglichkeit, an Geld zu gelangen.

 

5. Sicherheit

Das Reisen in Thailand ist im Allgemeinen sehr sicher, trotzdem nimmt die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle, teilweise mit Todesfolge) zu. Das betrifft insbesondere die Tourismushochburgen Phuket, Koh Samui, Koh Pha Ngan und Pattaya. Vor Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art (auch Marihuana, Ecstasy und anderer Amphetamine) wird dringend abgeraten. Schon der Besitz geringer Rauschgiftmengen führt zu hohen Freiheitsstrafen (jüngstes Urteil gegen einen Deutschen: lebenslänglich für 37 Gramm).

Vor allem die Khaosan Road in Bangkok ist in den Ruf geraten, ein Drogenumschlagsort für Touristen zu sein. Auch auf Ko Pha-Ngan und Ko Samui werden verstärkt Drogen angeboten. Vorsicht ist geboten bei Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts, da dies verhängnisvolle Folgen haben kann.

Sie sollten Ihre Wertsachen und Ihren Pass, sowie Kreditkarten im Hotelsafe verschließen.

Thailand hat eine spezielle Tourist Police, die eigens für Touristen gegründet worden ist. Die Polizisten sind mehrsprachig und helfen Ihnen, wenn Sie beraubt worden sind, einen Unfall oder eine Auseinandersetzung hatten.

 

Notrufnummern:

Touristenpolizei 1699
Polzei 197
Notruf 191 oder 123

 

6. Gesundheit

Medizinischer Service

Generell sind praktische Ärzte, Zahnärzte und Optiker überall vorhanden. Die Ärzte und Mitarbeiter in größeren Krankenhäusern sprechen meistens auch englisch. Jede größere Stadt verfügt über ein Krankenhaus, aber nicht immer sind diese gut ausgerüstet und oft überfüllt. Allerdings gibt es häufig auch private Krankenhäuser, die wir aus diesen Gründen empfehlen.  

Fragen Sie nach "long-piya-barn ekachon" – privates Krankenhaus.

Die meisten praktizierenden Ärzte arbeiten in Kliniken, die von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr geöffnet haben. Alle Krankenhäuser bieten ein breites Angebot an Diensten an, beispielsweise haben Sie ein Labor, in denen Tests binnen kurzer Zeit ausgewertet werden können. Momentan betragen die Arztgebühren um 100 bis 200 Baht und die Gesamtrechnung, inklusive Medikamenten, sollte nicht höher als 500 Baht betragen.

Sie können während des Tages jederzeit in die Krankenhäuser ohne einen Termin kommen und die meisten bieten einen 24 Stunden Notfallservice an.  

 

Impfungen

Vor dem Reiseantritt nach Thailand ist es wichtig sicher zu stellen, dass Sie vor den entsprechenden Krankheiten ausreichend geschützt ist, die in den Regionen auftreten, die man bereist. Etwa zwei Monate vor Ihrer Abreise sollten sie einen Arzt konsultieren, der Sie beraten wird, welche Schutzimpfungen Sie benötigen. Je nachdem in welche Regionen Sie reisen möchten, kann es Abweichungen geben. Momentan ist keine Impfung zwingend erforderlich, generell empfehlen wir aber für alle, die nach Thailand einreisen folgende Schutzimpfungen: 

 

·          Hepatitis A und B

·          Tetanus

·          Typhus

·          Polio

·          Diphtherie

 

7. Küche

Die thailändische Küche mit ihrer unglaublichen Vielfalt und Raffinesse ist zweifelsohne eine der besten der Welt. Was sie so attraktiv macht, sind die subtilen und dennoch klar unterscheidbaren Geschmacksrichtungen, die phantasievolle Verwendung von Gewürzen und die ästhetische Präsentation der Speisen. Die Thailändische Küche ist eine Mischung aus indischen, chinesischen europäischen Einflüssen, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer Landesküche verschmolzen sind. Ursprünglich prägte das Wasser die die Küche Thailands, auf den Tisch kamen vornehmlich Wassertiere und Wasserpflanzen. Veränderungen in den Kochgewohnheiten gab es sowohl durch chinesische Einflüsse und ab dem 17. Jahrhundert durch Europa. Chilis wurden zum Beispiel von portugiesischen Missionaren in Thailand eingeführt.

 

Reis ist das Grundnahrungsmittel in Thailand. Ein thailändisches Menü besteht typischerweise aus einer Suppe, einem „Curry“-Gericht oder alternativ einem scharf gewürzten Salat und einer Sauce mit Fisch und Gemüse (als Dip). Alle Speisen werden zusammen serviert, so dass bei der Zusammenstellung zwischen scharfen und milden Komponenten auf ein ausgeglichenes Verhältnis geachtet wird. Grundlage der meisten Gerichte ist eine vor Beginn des Kochens in einem kleinen Mörser zubereitete Gewürzmischung aus Knoblauch, kleinen roten oder grünen Chillischoten und verschiedenen Kräutern. Die so zubereitete Paste kommt zunächst mit etwas Öl in den über einer offenen Flamme stehenden Wok. Anschließend werden die weiteren Zutaten wie Fleisch, Fisch, Nudeln, Gemüse usw. nacheinander hinzugefügt und geschmort.

 

Garküchen: An den zahlreichen Garküchen und Straßenständen, die sich in Bangkok praktisch „an jeder Straßenecke“ befinden, kann man sich im Vergleich zu unseren hiesigen Restaurants unglaublich preiswert satt essen. Das Essen aus diesen Freiluft-Küchen ist aus dem täglichen Leben vieler Thais in den großen Städten nicht mehr wegzudenken.

 

Tom yam ist eine heiße sauer-scharfe Suppe der thailändischen Küche. Sie besteht aus Brühe und wird mit Fischsoße, Schalotten, grob geschnittenem Zitronengras, Kaffernlimetten-Blättern, Thai-Ingwer, Tamarinde und zerstoßenen Chilis gewürzt. Anschließend wird sie mit Korianderblättern garniert. Es gibt mehrere Zubereitungsarten, eine Variation ist beispielsweise die Zugabe von Kokosnussmilch (Tom yam num khon). Wenn Riesengarnelen oder Krabben und Pilze enthalten sind, heißt das Gericht Tom yam gung (die thailändische „Nationalsuppe“). Weitere Varianten sind das Tom yam gai (mit Huhn) und das Tom yam talee (mit Meeresfrüchten). Die Säure stammt vom Zitronengras, den Limetten-Blättern und der Tamarinde.

Gaeng: Weltberühmt sind auch einige Gerichte der Thailändischen Küche aus der Gruppe der „Gaeng“, die gemeinhin als „Curry“ bezeichnet werden. In Thailand ist Curry-Pulver, wie es in Europa verbreitet ist, zwar nicht unbekannt, aber es wird nur in wenigen Gerichten verwendet. Thailändischen Gaeng-Gerichte ähneln indischen Currys, sie sind Eintöpfen mit viel Flüssigkeit oder Suppen vergleichbar. Weitere Gaeng-Gerichte enthalten viele Chillies, wie Kaeng Phet (wörtlich „Scharfe Suppe“, im Westen als „Rotes Curry“ bekannt). Die Grundzutaten dieser Gerichte werden als Pasten zubereitet, in denen beispielsweise Wurzeln, frische Blätter und frische Chillischoten mit Garnelenpaste so lange im Mörser gestampft werden, bis sie zu einer homogenen, dicken Masse geworden sind.

Som Tam ist ein scharfes Papaya-Salatgericht, das hauptsächlich aus gestoßenem Gemüse besteht. Som heißt sauer und tam meint stampfen, zerstoßen. Der Hauptbestandteil sind unreife Papayafrüchte, Chillis, Knoblauch, Limonen, die mit einem Stößel zerstampft werden. Anschließend wird Fischsoße oder Pla Raa beigemengt. Teilweise werden auch Lang-Bohnen, Tomaten und geröstete Erdnüsse hinzugefügt. Manchmal wird es auch mit gebratenem Schweinespeck, rohem Spinat, rohen Goabohnen oder rohem Kohl zubereitet. Sehr oft wird es auch gemeinsam mit ping kai (in Thai: Gai yang, gegrilltes Hühnerfleisch) serviert.

Als Nachtisch darf natürlich nicht „mamuang khao niao“ fehlen, Mango mit Klebereis!

 

8. Kleidung

Luftige Sommerkleidung aus Seide, Baumwolle oder Viskose ist am angenehmsten; Leinen ist oft zu schwer. Um die Mittagszeit, besonders auf den Inseln, ist die Sonne sehr intensiv. Ein Sonnenschirm und ein breitkrempiger Hut sind fast unverzichtbar, um unbedeckte Körperteile vor Sonnenbrand zu schützen Zuviel Haut zu zeigen ist aus mehreren Gründen nicht ratsam: auf der einen Seite hat man sich schnell einen Sonnenbrand eingeholt, andererseits erntet man schnell abfällige Blicke von den Einheimischen, die soviel Freizügigkeit missbilligen. Egal wie heiß es ist, thailändische Männer tragen in der Stadt immer lange Hosen. Für die Damen sind lange Hosen, Shorts, Röcke oder Kleider, die wenn möglich die Knie bedecken und Oberteile, die die Schultern und Oberarme bedecken am ratsamsten. Thailand ist sehr stark buddhistisch geprägt. Um die religiösen Gefühle der Thais nicht zu verletzen, sollte daher beim Betreten von Tempeln und sonstigen religiösen Stätten auf angemessene Kleidung geachtet werden.

 

9. Bevölkerung

75% der Bevölkerung sind Thai, 14% Chinesen. Die restlichen Einwohner sind Angehörige der Bergvölker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder, Vietnamesen, Lolos und Weiße (Farang).

Die Bevölkerung umfasst über 64 Millionen Menschen (im Jahre 2005) mit einem Bevölkerungswachstum von geschätzten 0,95%. Rund 7 Millionen Menschen der Gesamtbevölkerung leben in der Hauptstadt Bangkok. Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie, in der der König sowohl als Staatsoberhaupt als auch als oberster Hüter der Religion eine zentrale Rolle einnimmt. Die Rolle der Monarchie, wenn auch eingeschränkt durch die Konstitution, zeigt jedoch bis heute eine kraftvolle vereinende und stabilisierende Wirkung auf die Nation, und der Respekt und die Verehrung der Thai für ihren König ist so stark wie eh und je.

 

10. Sprache

Die thailändische Sprache gehört zu den Kam-Tai-Sprachen innerhalb der Tai-Kadai-Sprachfamilie. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Sprachen ist Thai, wie auch die Sprachen der Nachbarländer (außer dem Khmer), eine so genannte Tonsprache: Die meist einsilbigen Wörter erlangen durch Aussprache in unterschiedlichen Tonhöhen und Tonverläufen gänzlich unterschiedliche Bedeutungen. Im Thai gibt es fünf verschiedene Töne. Thailändisch wird außerdem mit einem eigenen Alphabet geschrieben. Es gibt verschiedene Dialekte innerhalb des Landes, in weiten Teilen des Landes wird im täglichen Umgang nicht die Standard-Sprache gesprochen. Im Nordosten Thailands, an der Grenze zu Laos, ist dies am auffälligsten.

 

11. Feiertage

Viele thailändische und buddhistische Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und fallen somit von Jahr zu Jahr auf ein jeweils anderes Datum. Die Banken sind an diesen Tagen immer geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der erste Wochentag danach arbeitsfrei.

- 1. Januar – Neujahr (offizieller Feiertag)

- Neumondtag im Januar/Februar – Chinesisches Neujahrsfest (nicht offizieller Feiertag)

- 6. April–Chakri-Tag (Gedenktag an den Inthronisationstag König Rama I. (offizieller  

  Feiertag)

- 13. April bis 15. April – Thai-Neujahrsfest (Songkran, Wasserfest, offizielle Feiertage)

- 1. Mai – Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)

- 5. Mai – Krönungstag König Bhumibol Adulyadej (Rama IX.) (offizieller Feiertag)

- 12. August – Geburtstag von Königin Sirikit – Muttertag (offizieller Feiertag)

- 23. Oktober – Chulalongkorn-Tag – Todestag König Rama V. (offizieller Feiertag)

- Vollmondtag im November – Loi Krathong (Lichterfest, kein gesetzlicher Feiertag)

- 5. Dezember – Geburtstag von König Bhumibol (Nationalfeiertag und Vatertag,

  offizieller Feiertag)

- 10. Dezember – Verfassungstag (offizieller Feiertag)

- 31. Dezember – Silvester (offizieller Feiertag)

 

Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest nach dem Mondkalender in Thailand und findet heutzutage vom 13. bis 15. April statt. Früher hatte es kein festes Datum und fand ursprünglich zur Frühlingstagundnachtgleiche statt, ist dann aber wegen Vernachlässigung der Präzision auf das heutige Datum festgelegt worden. Das Wort „Songkran“ stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet den Übergang der Sonne von einem Tierkreiszeichen in das nächste. Am Vortag werden Häuser und Wohnungen geputzt. Am 13. April begeben sich die Familien morgens in die Tempel und opfern dort Reis, Früchte und andere Speisen. Anschließend werden am Nachmittag die dortigen Buddha-Figuren und der Vorsteher des Tempels „gebadet“, indem sie mit Wasser begossen werden. In vielen Städten, wie beispielsweise in Chiang Mai werden dann die Buddha-Statuen in einem Umzug durch die Stadt gefahren, um anderen Gläubigen die Gelegenheit zu geben, die Statuen ebenfalls mit Wasser zu begießen. In den großen Städten und in Touristenorten liefert man sich wahre Wasserschlachten, hierbei wird keinerlei Rücksicht auf die Touristen genommen, ganz im Gegenteil. Es ist mehr oder weniger unmöglich, auch nur 500 Meter auf einer Straße zu gehen, ohne nass zu werden. Wenn man trocken bleiben möchte, sollte man sich an diesen Tagen im Hotelzimmer einschließen, aber es macht viel mehr Spaß mit den Einheimischen auf den Straßen zu feiern!

 

Loi Krathong ist das Lichterfest, das in Thailand landesweit am Tag des Vollmonds im zwölften Monat des traditionellen thailändischen Mondkalenders gefeiert wird. Die Feierlichkeiten zu Loi Krathong haben ihren Ursprung in Sukhothai und werden heute im ganzen Land gefeiert, wobei die Festlichkeiten in Chiang Mai und Ayutthaya besonders bekannt sind. Loi bedeutet schwimmen oder schweben, Krathong ist ein kleines Floß. Traditionell fertigen die Thailänder ein kleines Floß, welches mit Bananenblättern, Blumen, Kerzen und Räucherstäbchen geschmückt wird. Die schwimmenden Flöße werden in Flüssen oder im Meer ins Wasser gegeben und haben die Bedeutung, allen Ärger, Groll und alle Verunreinigungen der Seele loszulassen. Im Sinne eines Volksfestes feiern die Thailänder mit Verwandten oder Freunden auf den Straßen, essen und trinken reichlich. In Chiang Mai wird das Fest nach der Lanna-Tradition, auch Yi Peng genannt, gefeiert. Dort lässt man hunderte kleiner traditioneller Heißluftballons in den nächtlichen Himmel steigen, wunderschön anzusehen.

 

12. Post und Telekommunikation

Post: Thailands Postdienst ist gut und effizient. Die größeren Hotels bieten einfache Postdienste im eigenen Hause an. Bangkoks Hauptpost in der New Road hat Montags bis Freitags von 8:00 bis 16:00 sowie Samstags, Sonntags und an Feiertagen von 9:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Telegramme können rund um die Uhr verschickt werden.
Poststellen auf dem Lande haben ähnliche Öffnungszeiten (meist bis 16:30 geöffnet).
Die öffentlichen Briefkästen in Thailand sind rot. Die Postlaufzeit von und nach Deutschland beträgt circa 5 bis 7 Tage.


Email & Internet: E-mail- und Internetservice ist in den meisten Hotels mittlerweile ein Standard. Die gleichen Dienste gibt es auch in Internetcafes, die überall in den Straßen der großen Städte und in den Touristenorten zu finden sind. Einige Hotels bieten neuerdings auch kostenlose W-LAN Anschlüsse, so dass es sich empfiehlt, sein eigenes Notebook mitzubringen. Auch einige Cafés (wie beispielsweise Starbucks in Bangkok) bieten seinen Gästen solch einen Anschluss.

 

Telefonzelle & Telefonkarte: In den größeren Poststellen und an speziell für Übersee-Gespräche gekennzeichneten Telefonzellen kann ebenfalls telefoniert werden. Gespräche nach Europa kosten bei den Postämtern etwa 5 Baht/6 Sekunden. Von öffentlichen Fernsprechern kostet es 1 Baht/Einheit (Einheit 1-5 Minuten) für Ortsgespräche und 5-20 Baht/Minute für Inlandsgespräche. Von einem privaten Telefon kostet ein beliebig langes Ortsgespräch 3 Baht. Die roten Telefonzellen sind ausschließlich für Ortsgespräche mit 1 Baht Münzen. In den blauen kann ebenso nur mit Münzen telefoniert werden. In den grünen können Telefonkarten benutzt werden. An der Zelle ist meist angeschrieben, ob hier ins Ausland telefoniert werden kann. Bei Münztelefonen muß nach dem abnehmen des Gesprächspartners ein Knopf gedrückt werden.


Internationale Gespräche: Die meisten Hotels und Resorts in Thailand verfügen über IDD (Internationales Direktwahltelefon), so dass das telefonieren erheblich erleichtert wird. Allerdings kommt in jedem Hotel ein unterschiedlich hoher Zuschlag hinzu. Hier sollte man besser vorab den Minutenpreis an der Rezeption erfragen. Von Thailand nach Deutschland muss die Vorwahl 00149, dann die restliche Nummer ohne die Null der Vorwahl gewählt werden. (Die Vorwahl Thailands von Deutschland aus ist 0066.)

 

Handy: In der Regel funktionieren, Dank Roaming, alle deutschen Vertrags-Handys auch in Thailand; allerdings sind hier die Gebühren für ein Telefonat nach Deutschland sehr hoch. Sofern man ein Provider unabhängiges Dual- oder Triband Handy hat bzw. die Freischaltung des Telefons durch den Provider erfolgt ist ("SIM Lock free"), empfiehlt es sich in Thailand ein Starterkit mit SIM-Karte und kleinem Guthaben eines nationalen Anbieters, z.B. AIS (One-2-Call), für das Handy zu kaufen. Die Freischaltung der neuen Handynummer erfolgt sofort und das Guthaben kann mit Prepaid-Karten nachgeladen werden, die in den meisten Supermärkten, bei 7-Eleven und vielen anderen Shops erhältlich sind. Die SIM-Karten, die mit den meisten in Europa erhältlichen Handys funktionieren, haben zwar nur eine begrenzte Gültigkeit wenn sie nicht in einem gewissen Zeitraum nachgeladen werden, sind somit aber bestens für den Urlaub geeignet. Eine Gesprächsminute kostet je nach Tarif und Werbeaktion zwischen 5-9 Baht.

 

13. Geschäftszeiten

Dem europäischen Touristen werden die Öffnungszeiten in Thailand größtenteils vertraut erscheinen. So öffnen zum Beispiel die Banken um 8.30 Uhr und schließen wieder um 15:30 Uhr. Dies betrifft allerdings nur die Wochentage. Am Samstag bleiben die Banken entweder geschlossen oder öffnen nur am Vormittag. Bei den Einkaufszentren verhält es sich ein wenig anders. Sie haben täglich geöffnet, manche sogar an Feiertagen. Um 8 Uhr morgens wird man allerdings noch nicht mit dem Einkaufen beginnen können. Denn der Verkauf beginnt erst um 10.00 Uhr (manchmal auch um 11.00 Uhr). Selbstverständlich muss man als Touristen auch über die Öffnungszeiten der Fremdenverkehrbüros informiert sein. Diese haben täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet, Feiertage geschlossen. Dank der vielen 7-eleven Läden, die an jeder Ecke zu finden sind, kann man fast rund um die Uhr Lebensmittel einkaufen und dort sogar seine Telefon-, Strom- und Fernsehrechnungen zahlen.

 

14. Zeit

Thailand liegt in der gleichen Zeitzone wie Vietnam, Laos und Kambodscha, das heißt, sieben Stunden vor GMT/UTC. In Deutschland beträgt somit der Zeitunterschied zu Thailand sechs Stunden in der Winterzeit und fünf Stunden in der Sommerzeit. Durch die Nähe zum Äquator gibt es in Thailand keine Sommerzeit.

 

15. Verhaltensregeln

Auch wenn die Thailänder zu den tolerantesten und nachsichtigsten Menschen gehören, sollten trotzdem einige Verhaltensregeln eingehalten werden. Die Touristenbehörde von Thailand hat ein kleines Handbuch mit dem Titel "Do's and Don'ts in Thailand" herausgegeben, um diese Regeln und Tabus zu erklären. Einige Auszüge haben wir hier zusammengefasst:  

- Seine Zuneigung in der Öffentlichkeit zeigen wird in Thailand als ziemlich anstößig      aufgefasst – auf jeden Fall sollten Sie nicht in der Öffentlichkeit küssen! Junge Thailänder, die westlich orientiert sind, halten Händchen in der Öffentlichkeit, ansonsten sieht man dies eher selten.

- Auch wenn Nacktbaden in Ihrem Heimatland geduldet wird, so ist dies Thailand unangebracht.  

- Thailänder betrachten den Kopf als den höchsten Teil ihres Körpers, wörtlich und symbolisch gesehen. Sie sollten deshalb niemals jemanden an den Kopf fassen, auch nicht als nette Geste.  

- Der Fuß ist im Gegensatz der niedrigste Körperteil und wird als „schmutzig“ angesehen.

Es gilt als höchst unhöflich einem Thailänder seine Füße entgegenzustrecken. Bitte versuchen Sie dies zu verhindern, wenn Sie jemandem gegenübersitzen und zeigen Sie auch nicht mit dem Fuß auf Dinge, die Sie zeigen möchten.

- Buddhistischen Mönchen ist es nicht gestattet Frauen anzufassen, von ihnen angefasst zu werden oder etwas von Frauen in Empfang zu nehmen. Wenn eine Frau einem Mönch etwas geben möchte, muss sie dies zuerst einem Mann geben, der es dann dem Mönch weiterreichen darf. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Frau das Geschenk auf ein Saffrangewand legt, dass der Mönch dann zu sich nimmt.  

- Sie können Ihre Schuhe anlassen, wenn Sie buddhistische Tempel betreten, nur nicht innerhalb des Gebäudes, wo die Buddhastatue aufgestellt ist. Frauen müssen ihre Schultern und ihre Knie bedeckt haben, bevor Sie einen Tempel betreten.  

- Die thailändische Königsfamilie wird von der thailändischen Bevölkerung sehr verehrt. Sie, als Tourist, sollten dem König, der Königin und den königlichen Familienmitgliedern den gleichen Respekt aufweisen. Wenn Sie an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen, an der einer der Königsfamilie auftritt, be

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