6. Sicherheit
Das Reisen in Kambodscha ist im Allgemeinen sehr sicher. Taschendiebstahl kann in Pnom Penh schon mal vorkommen, anderswo im Land allerdings ist das eher ungewöhnlich. Die meisten Hotels vor Ort haben ein Schließfach, in das Sie Ihre Dokumente einschließen können. Ein anderer wichtiger Punkt sind die immer wieder erwähnten Landmienen, die noch nicht entschärft sind. Es ist deshalb ratsam, in abgelegenen Gegenden niemals die Wege zu verlassen und sich dort auf jeden Fall einem ortskundigen Führer anzuvertrauen.
7. Küche
Die kambodschanische Küche gleicht der siamesischen, ist aber durchaus unterschiedlich in den Gewürzen. Eine kambodschanische Mahlzeit beeinhaltet fast immer eine Suppe oder Samla, die gleichzeitig mit den anderen Gängen gegessen wird. Samla machou banle ist eine Fischsuppe mit saurem Aroma, so wie die sauren und heißen Suppen aus dem benachbarten Thailand. Andere Suppen sind beispielsweise Samla chapek (Ingwer-gewürzte Schweinefleischsuppe), Samla machou bangkang (Garnelensuppe) oder Samla ktis (eine Fischsuppe mit Kokosnuss und Ananas). Kambodschanische "Salat"-Teller sind ebenfalls sehr populär und köstlich, obgleich doch kaum zu vergleichen mit einem westlichen kalten Salat. Phlea sach ko ist ein Rindfleisch- und Gemüsesalat, gewürzt mit Koriander, Minzeblättern und Zitronengras. Diese Kräuter finden Sie in vielen kambodschanischen Gerichten. Wie in allen anderen buddhistischen Ländern auch wird vegetarisches Essen bevorzugt und in einem Restaurant ist dies aufgrund der verschiedenen Varianten problemlos zu bestellen.
8. Menschen
Kambodscha hat heute etwa 10 Millionen Einwohner. Ungefähr 90-95 Prozent der Einwohner sind ethnische Khmer. Die restlichen 5-10 Prozent bestehen aus Chinesischen-Khmers, islamischen Khmers oder Chams und den ethnischen Bergstämmen, bekannt als die Khmer Loeu oder Vietnamesen. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung wohnt in Phnom Penh, der Hauptstadt, was Kambodscha zu einem Land macht, das hauptsächlich aus Landarbeitern und Handwerkern besteht.
Die ethnischen Gruppen, die es in Kambodscha gibt, besitzen eine Anzahl an ökonomischen und demographischen Gemeinsamkeiten. Beispielsweise lebten die chinesischen Kaufleute in der Regel in den städtischen Zentren und waren sozusagen Vermittler in den wirtschaftlichen Kreisen, allerdings bewahrten sie sich ihre eigenen sozialen und kulturellen Eigenheiten. Sie waren hauptsächlich ansässig in Zentral- und Südost-Kambodscha. Die Hauptunterschiede zwischen diesen Gruppen liegt vor allem in den sozialen Organisationen, der Sprache und der Religion. Die Mehrheit der kambodschanischen Bevölkerung hat sich in relativ beständigen Dörfern in der Nähe von den Hauptgewässern in der Tonle Sap Basin-Mekong Ebene niedergelassen.
Die Khmer Loeu leben in weit zerstreuten Dörfern, die verlassen werden, wenn das bebaute Land in der Nähe nicht mehr bewirtschaftet werden kann. Die Dörfer dagegen, die auf Dauer von den Khmer und Chams angelegt sind, liegen an den Ufern von Flüssen oder Seen. Chamdörfer bestehen fast ausschließlich aus Chams, Khmer Dörfer hingegen, besonders im Zentrum und im südöstlichen Kambodscha, haben einen beträchtlichen Anteil an chinesischen Gemeinschaften.
9. Sprache
Die beträchtliche Mehrheit der Kambodschaner spricht Khmer, eine Sprache der Mon-Khmer Gruppe. Verwandt ist diese Sprache mit der der Mon, eine birmanische Minderheit. Khmer hat nur entfernt etwas mit den siamesischen und mit einigen indonesischen Sprachen zu tun. Die Sprache setzt sich aus einigen entliehenen Wörtern aus dem Vietnamesischen, ein wenig Chinesisch, Pali, Französisch und Englisch zusammen. Die Schrift ist mit Devanagari verwandt und sieht auf den ersten Blick wie siamesische Schrift aus. Eine zunehmende Anzahl von städtischen Kambodschanern spricht Englisch, besonders junge Leute, und einige (meistens ältere) Kambodschaner können französisch sprechen. Obwohl die Grammatik einfach ist, ist Khmer dennoch eine ziemlich schwierige Sprache und für die meisten englischsprachigen Menschen wegen ihrer Aussprache schwer zu erlernen.
10. Gesetzliche Feiertage
Während der gesetzlichen Feiertage und der Festivals schlieβen Banken, Ministerien und Botschaften. Beachten Sie dies bitte bei Ihren Planungen für eine Kambodschareise. Dies gilt auch für Feiertage, wie beispielsweise Weihnachten, Neujahr, der Tag für das Erinnern an den Sieg über das Genozid-Regime am 7. Januar und das chinesische neue Jahr. Es gibt also eine ganze Menge Feiertage. Das Festival von Kambodscha findet entsprechend dem Mondkalender statt, also schwanken die Daten von Jahr zu Jahr.
Chaul Chnam
Findet Mitte April statt. Diese dreitägige Feier der Khmer ist das Neujahrsfest: Khmers huldigen an den Altaren in den Wats, säubern ihre Häuser, tauschen Geschenke und wechseln ihre Kleidung aus. Es ist eine lebhafte Zeit um Kambodscha zu besuchen, in der, wie in Thailand, die Khmers ausgelassen mit Wasser und Talkumpuder um sich werfen und verwirrte Touristen im Nachhinein wie Gipsfiguren aussehen lassen. Es ist sicherlich nicht die beste Zeit die Tempel von Angkor zu besuchen, da sich fast die Hälfte der Landbevölkerung dort aufhält und Sie keine Ruhe finden werden um die Tempel richtig entdecken zu können.
Chat Preah Nengkal